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      Hoffnung im Angesicht von COVID-19: eine Entwicklung hin zu Onlineunterricht

      Im Oktober 2020 fand die CanvasCon von Instructure aufgrund der COVID-19-Pandemie erstmals virtuell statt. Vor dem Hintergrund des monumentalen Wandels durch Lockdown, Schulschließungen und unzählige Onlinekonferenzen brachte Senior Sales Director Samantha Blyth führende und innovative Canvas Bildungseinrichtungen in einem Gespräch darüber zusammen, wie sie sich an die neue Normalität angepasst haben.


      Es entstand eine bewegende und anregende Diskussion darüber, wie Bildungseinrichtungen Studierende und Mitarbeitende unterstützen können. In diesem Blogbeitrag möchten wir einige überraschende Erfolge von Lehrkräften in Europa präsentieren.


      Activate Learning betreibt mehrere Schulen und weiterführende Schulen in Großbritannien und setzt Canvas seit 2015 ein. Während des Lockdowns musste sichergestellt werden, dass alle Mitarbeitenden fit im Umgang mit den digitalen Tools sind, um die Studierenden besser unterstützen zu können. Bereits vor COVID-19 fanden bei Activate Learning wöchentlich Weiterbildungsveranstaltungen für Dozenten statt. Als sich abzeichnete, dass COVID-19 für längere Zeit das gewohnte Bildungsangebot einschränken würde, konzentrierten sich diese Mittwochsveranstaltungen vor allem auf den Umgang mit digitalen Tools – Canvas und BigBlueButton. Die Veranstaltungen wurden aufgezeichnet und durch weitere Ressourcen ergänzt.


      „Canvas bietet zahlreiche Funktionen für ein vielfältiges Bildungsangebot. Ich bin wirklich begeistert.“ Kim Blanchard, Activate Learning


      Während des Lockdowns wurde deutlich, dass das Engagement der Mitarbeitenden alleine nicht ausreicht, um alle Herausforderungen zu bewältigen. Activate Learning richtete Canvas Konten für Studieninteressenten ein, um in einem Kurs über den Standort und Activate Learning zu informieren und den Kontakt zwischen den Studierenden herzustellen.


      Die Mitarbeitenden von Activate Learning zeigten hohes Engagement und sprachen jeden Studieninteressenten an. Jeder Dozent übernahm die Aufgabe, mit Bewerbern zu telefonieren. Alle Studierenden sollte die Planungen von Activate Learning für das kommende Semester nachvollziehen können.


      Das Projekt war ein Erfolg: Activate Learning konnte zahlreiche Studieninteressenten für sich gewinnen und viele Veranstaltungen online durchführen, beispielsweise Orientierungsprogramme, virtuelle Erstsemestertreffen und Karrieremessen. Dies war nur durch die Investition von Activate Learning in digitale Tools und das bereitwillige Engagement von Dozenten und Mitarbeitenden möglich.


      Die doppelte Herausforderung – Mitarbeitende im Umgang mit digitalen Tools zu schulen und Studierende mit Kommunikationsmöglichkeiten auszustatten – spiegelte sich in der für die Veranstaltungen gewonnenen Redner wider. Die Hochschule Aalen erkannte als Early Adopter bereits früh die Vorteile von Canvas für die Umstellung auf Onlineunterricht. Die Investitionen in die Tools waren bereits getätigt. Daher konnte sich die Hochschule Aalen auf Supportservices für diese Tools konzentrieren.


      „Technologie ist nur eine Seite der Medaille. Damit Dozenten und vor allem Professoren eine bestmögliche Lernerfahrung gestalten können, sind umfangreiche Hilfestellungen erforderlich. Wir haben unsere Studierenden um Unterstützung gebeten.“ – Dr. Martin Franzen, Hochschule Aalen


      So wie die Mitarbeitenden von Activate Learning die Studieninteressierten unterstützten, machten sich die Studierenden der Hochschule Aalen daran, die Professoren zu unterstützen. Die Aalener Studierenden bauten ein Canvas CORE Serviceteam auf, um während des Sommersemesters regelmäßige Veranstaltungen zu ermöglichen. Die Studierenden boten den Professoren Schulungen sowie Unterstützung bei Kursgestaltung und einem routinierten Umgang mit dem Tool an.


      Als alle Lerninhalte online bereitstanden, konzentrierte sich das Canvas CORE Team auf die Umsetzung von vollständig digitalen Onlineprüfungen über Canvas und DigiExam. Das digitale Ökosystem der Hochschule Aalen, bestehend aus Canvas, Zoom und DigiExam, wurde von Nordrhein-Westfalen ausgezeichnet.


      „In unserer Runde wurden zahlreiche positive Beispiele für die Realisierung von Onlineunterricht genannt. Die gemachten Fortschritte dürfen uns jedoch nicht von der Weiterentwicklung abhalten.“ – Samantha Blyth, Instructure


      Neben der beispiellosen Umstellung auf Online-Lernumgebungen betonten die Diskussionsteilnehmer auch das einzigartige Engagement der Studierenden. Deborah Millar vom Grimsby Institute beschrieb, wie Grimsby „aus der gewohnten Arbeitsumgebung herauskatapultiert“ wurde. Obwohl das Grimsby Institute bereits für Onlineunterricht ausgerüstet war, befanden sich nicht alle Benutzer auf dem gleichen Niveau. Die Herausforderung bestand darin, jedem Benutzer die jeweils benötigte Unterstützung anzubieten. Die Umstellung war sicherlich schwierig. Deborah Millar beschrieb jedoch auch, wie sich zuvor eher zurückhaltende Studierende in der neuen Situation im Rahmen von Wiki-Seiten und -Diskussionen immer stärker ins Studium einbrachten. Studierende mit Englisch als Zweitsprache oder mit einer Lernbehinderung konnten sich in Gruppenarbeiten stärker beteiligen, da ein digitales Ökosystem viele Barrieren aus dem Weg räumt. Für diese Studierenden bedeutet eine Onlineumgebung mehr Gleichberechtigung. Ihnen steht nun ein Raum zur Verfügung, in dem sie effektiv lernen können.


      Der Abbau von Barrieren für studentisches Engagement wurde auch von Alexis Ciunek, Studentin der Swansea University, beobachtet. Ciunek, die zu Beginn der Pandemie am Anfang Ihres Masterstudiums stand, beobachtete eine deutlich lebhaftere Beteiligung an Onlinediskussionen als bei Präsenzveranstaltungen, da am Ende eines Onlinekurses nicht mehr die Möglichkeit besteht, persönlich mit den Dozenten zu sprechen. Im Gegensatz zu einer Vorlesung mit 150 Studierenden, bei der sich viele nicht beteiligen, bemerkte Ciunek bei Teams-Meetings eine viel regere Beteiligung.


      Dr. Sara de Freitas, führende Expertin für Online-Lernerfahrungen, hat bei Wey Education ähnliche Erfahrungen gemacht. Viele Studierenden beteiligen sich online stärker am Unterricht. Sie hat Onlineunterricht in jeder Altersklasse untersucht und festgestellt, dass sich vor allem jüngere Zielgruppen online stärker beteiligen.


      Wir hoffen, dass wir Ihnen einige positive Beispiele für Bildung und Unterricht, Lehre und Lernen im Jahr 2020 trotz COVID-19 näher bringen konnten. Wir sind unglaublich stolz auf alle Pädagogen, die sich für die Lehre einsetzen.