Technologie wird Katalysator im Bildungsbereich 

Höhere Bildung qualifiziert für den Arbeitsmarkt. Doch dieser befindet sich in einem tiefgreifenden Wandel, was sich auch unmittelbar auf Bildungseinrichtungen auswirkt. Die Ausbildung muss nämlich ganz neue Fertigkeiten, Kenntnisse und Arbeitsweisen für den Erfolg auf dem Arbeitsmarkt vermitteln. Gleichzeitig verändert die Omnipräsenz von Technologie die Bildungsarbeit insgesamt – sie schafft Möglichkeiten, aber fordert auch heraus. IDC sieht „digitale Technologien als Katalysator für den Wandel in der Hochschulbildung mit Auswirkungen auf alle Bereiche – von der Lehre bis hin zu den Geschäftsprozessen“ der Hochschulen.

Disruptor EdTech? – Herausforderungen der Universitäten

Historisch gesehen war die Politik Treiber von Wandel im Bildungsumfeld: höhere Bildung sollte immer weiteren Gruppen zugänglich werden. Doch das Umfeld wandelt sich und Disruption im Bildungsbereich bekommt zusätzliche Treiber: Öffentliche Gelder werden zum Teil gekürzt oder reichen für die zunehmenden Aufgaben nicht aus. Der sich immer deutlicher abzeichnende Lehrer-Mangel wirkt sich aus – auf die Schulen, aber auch auf die Grundlagen-Kenntnisse der Studierenden mit unterschiedlichen Ausbildungsbiographien. So entstehen neben dem traditionellen Bildungssystem alternative Lernwege: Nachhilfe, Repetitorien, private Hochschulen und viele Einrichtungen mehr. Die zunehmende Vielfalt der Lernwege wandelt die Wissens- und Kompetenzvermittlung. EdTechs sowie pädagogische Vordenker suchen technische Möglichkeiten, um Konzepte wie Blended Learning oder Erklärvideos zu verfeinern oder auch ganz neue Wege zu gehen. Die digitale Transformation wirkt also aus unterschiedlichen Richtungen auf die Hochschulen ein.

Mit limitierten Ressourcen am Wendepunkt 

Die Rolle von Technologie als Katalysator ist zwar erkannt, allerdings – so konstatiert IDC – schränken vielerlei Engpässe den Bildungssektor bei der Adaption neuer Technologien bislang ein. Personelle,  zeitliche oder finanzielle Ressourcen erschweren Evaluation und Einführung neuer Technologien. Hinzu kommen umfangreiche Legacy-Systeme, deren Wartung und Anpassung an die digitale Zeit aufwändig sind. Gleichwohl haben Institute mittlerweile den Zeitpunkt erreicht, wo massives Umdenken notwendig geworden ist und auch eingesetzt hat. Für 2018 hat IDC „Verbesserung der Lernerfahrung“ als eine der Top Prioritäten ermittelt.

Mit limitierten Ressourcen am Wendepunkt

Anstatt sich mit der Digitalisierung von Legacy-Systemen zu beschäftigen, müssten sich „Einrichtungen darauf fokussieren, die Erfahrungen an den wichtigsten Berührungspunkten mit den Studierenden, zuvorderst ihren Lernplattformen, zu verbessern.“ 

Auf die Lernerfahrung kommt es an 

Somit rückt die digitale Transformation der Hochschulen die Lernerfahrung in den Mittelpunkt. Beim Blick auf die vorhandene Technologie ergibt sich Handlungsbedarf, denn Technik an den Bildungseinrichtungen war bisher auf die Bereitstellung von Kursinhalten und der Campusorganisation, beispielsweise der Mitgliedschaft in Kursen, ausgerichtet. Nun aber haben sich Lebensumstände und Lern-Bedürfnisse der Studierenden geändert: Modulare Lernformate und digitale Interaktion erlauben es Studierenden, Aus- und Weiterbildung mit beruflichen und familiären Anforderungen zu verbinden. Zudem gibt es unterschiedliche Lernstile, auf die Lehrende eingehen wollen und sollen. Insgesamt verschiebt sich der Fokus der benötigten Funktionen einer Lernplattform weg vom Daten- und Informations-Repository hin zu Interaktion, Zusammenarbeit und Kommunikation. Optimale Lernerfahrungen und Lernergebnisse erfordern die Anpassung der Lernplattform an die Bedingungen der digitalen Welt.

Fazit: Lernplattform Schlüssel-Technologie für optimale Lernerfahrung 

Hier sehen die Analysten von IDC die Bildungseinrichtungen in Europa auf einem guten Weg, 46 Prozent der Institute planen in den kommenden 12 Monaten Investitionen in die Verbesserung oder Erneuerung ihrer Lernplattformen. Überhaupt rückt die Lernplattform – oder das Learning Management System (LMS) – nicht nur bei IDC ins Zentrum der Anstrengungen. Denn es wird immer deutlicher, dass der Schlüssel für optimale Lernerfahrung beim LMS liegt: Hier finden – abgesehen vom Kursraum – die wichtigsten Teile der Interaktion zwischen Lehrenden und Studierenden statt, hier tauschen sich Studierende nach dem Motto „Studierende lernen von Studierenden“ aus und hier können sie selbstständig lernen, Stoff vertiefen und ihren Lernfortschritt selbst kontrollieren.

Zugleich schafft das LMS Flexibilität beim Lernen und trägt damit unterschiedlichen Lernstilen sowie heterogenen Lebensumständen Rechnung. Ohne technologie-gestütztes Lernen und Online Lernplattformen wären internationale Studiengänge an verteilten Orten und parallel zum Arbeitsleben kaum umsetzbar. Der Technologie-Einsatz erlaubt zudem das individuelle Eingehen auf einzelne Lerner bei vertretbarem Aufwand und die Entlastung der Lehrenden – etwa durch kontinuierliche Selbstevaluation mittels Tests. Diese und viele weitere Beispiele belegen: Lösungen zur Gestaltung der digitalen Transformation gibt es. Es lebe das Lernen!

Es lebe das Lernen – Was ist Ihre Meinung?

Sind LMS eine Schlüsseltechnologie für die digitale Transformation im Bildungsbereich? Stimmen Sie mir zu oder sind Sie anderer Meinung? Wir von Canvas suchen den Dialog. Gerne würde ich Sie daher einladen, in einer unserer Veranstaltungen mehr über Canvas zu erfahren. Sie können mich gerne auch direkt kontaktieren, meine Kontakdaten finden Sie auf LinkedIn. Wir freuen uns auf Sie. Ach ja, das White Paper von IDC können Sie hier anfordern: https://www.canvaslms.com/de/whitepaper/digital-transformation

 

Auf das Lernen! 

Manuel Nitzsche
Regional Director, DACH