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„Battle for Talents“ – der Begriff ist allgegenwärtig. Dahinter steht der Befund: Unternehmen und Organisationen sind kaum in der Lage, ihren Bedarf an qualifizierten Mitarbeitern auf dem Arbeitsmarkt zu decken. Wie lässt sich das ändern? Letztlich ist es eine Frage der Ausbildung: Bildungseinrichtungen und Dozierende sind der Schlüssel, um die Herausforderungen zu meistern. Wir bei Instructure gehen aber einen Schritt weiter. Denn einerseits geht es bei der Qualifikationslücke um einen temporären Engpass, andererseits aber um ein grundlegendes Missverhältnis. Dabei muss man zunächst eruieren, wo die Diskrepanzen zwischen den Anforderungen der Arbeitgeber und den Fähigkeiten der Studierenden liegen.

Lassen Sie uns bei der Technologie starten

Ein guter Ausgangspunkt für unsere Analyse ist die Bedeutung von Technologie. Die mit Abstand größte Herausforderung, von der Arbeitgeber berichten, ist die Digital Literacy. Arbeitgeber betonen immer wieder den Wunsch nach Absolventen, die souverän im Umgang mit modernen Technologien und Arbeitsweisen sind. Hinzu kommt die rasante Weiterentwicklung der technologischen Möglichkeiten. Wer hier nicht am Ball ist – oder besser gesagt gelernt hat, am Ball zu bleiben – wird sich in der neuen Arbeitswelt schwertun. Wenn wir also Studierenden nicht helfen, angemessene digitale Fähigkeiten zu erwerben, begrenzen wir ihre Chancen in der Arbeitswelt.

Dabei hat diese Herausforderungen eine ganz natürliche Lösung: Setzt man nämlich Technologie im Universitätsleben ein, schafft man einen Lernstil, der junge Köpfe anspricht. Viele Studierende nutzen nämlich bereits heute neue und soziale Medien, um alle möglichen Lebensfragen und Ideen in der Diskussion mit anderen zu hinterfragen oder zu entwickeln. Diese Tools lassen sich auch in die Lernumgebung einbringen. Technologien wie Online-Lernsysteme helfen Studierenden, digitale Kompetenzen zu vertiefen, Probleme zu lösen, Wissen anzuwenden und sich tiefe Einblicke zu erarbeiten. All diese Fähigkeiten sind nicht nur in der Ausbildung von entscheidender Bedeutung, sondern werden auch unabdingbar am Arbeitsplatz verlangt.

Neues Lehren lernen

Wenn man der Digital Literacy hohen Stellenwert einräumt, muss man auch Rolle und Situation der Dozierenden in den Blick nehmen. Denn wer soll die Fähigkeiten – neben dem eigenen Lehrdeputat und seinen inhaltlichen Notwendigkeiten – vermitteln? Die Dozierenden müssen eingebunden sein und die zusätzlichen Erwartungen auch erfüllen können und wollen.

Große Fehler bei der Einführung neuer Technologien werden immer wieder bei der Fortbildung zum Thema gemacht. Dozierende, die nur geringes Interesse an Technologie haben, fühlen sich möglicherweise mit der Menge der Aufgaben überlastet und resignieren. Technikaffine Dozierende hingegen langweilen sich schnell und wollen eher Unterstützung für konkrete, bereits konzipierte Projekte. Daher ist ein personalisierter Plan für eine effektive Schulung entscheidend, der auf die Bedürfnisse aller Lehrenden eingeht. Unter Umständen ist es auch sinnvoll, eine eigene Ressource zu schaffen, die als Learning Designer technisch-didaktische Aufgaben für die Dozierenden übernimmt. Das Vorlesungsvideo muss ja nicht der Dozierende erstellen; aber er sollte mit den Möglichkeiten vertraut sein, um digitale Innovationen ins Lernkonzept adaptieren zu können. Neues Lehren muss man schließlich selbst erst erlernen!

Insofern sollten sich Fortbildungen und Schulungen darauf konzentrieren, die Hürden für Lehrkräfte abzubauen und maximalen Nutzen zu stiften. Ideal wäre natürlich, wenn man Maßnahmen zur Adaption neuen Lehrens zumindest teilweise auf die Lehrverpflichtungen anrechnet. Das ist wohl Sache der Hochschulleitungen. Dennoch sollte man sich vor Augen führen, dass Zeit ein wichtiger Faktor für die Erneuerung des Lernumfelds ist. Der Erfolg hängt vom Austausch unter Kollegen, Experimentieren und dem Sammeln von vielen, vielen neuen Erfahrungen ab.

Respekt, wer sich neu erfindet

Zurück zur Digital Literacy: Das Thema ist wichtig und wird vielerorts angegangen. Technische Kenntnisse sind ein entscheidender Katalysator für den Erfolg. So lassen sich Skill-Lücken schließen und die Studierenden optimal auf das Arbeitsleben vorbereiten. Aber auch mit der besten Fortbildung und den besten verfügbaren Ressourcen wird der Weg nicht immer gerade sein. Es zählt ein offenes Umfeld, das demjenigen Respekt entgegenbringt, der sich neu erfindet. Und unter Kollegen sollten Sie sich manchmal auch ermutigen, die Bereitschaft feiern, Neues auszuprobieren und Erfolge einfach mal laut teilen. Bei Instructure verfügen wir über umfangreiche Erfahrung, Universitäten dabei zu unterstützen, Technologien zum Wohle der Allgemeinheit einzusetzen. Haben Sie schon Erfahrungen gemacht, die Sie Kollegen hier zur Verfügung stellen wollen? Wir freuen uns über den Austausch mit Ihnen.

 

Es lebe das Lernen! 

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